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Herzlich Willkommen auf der Internetseite des sächsischen Strafvollzugsmuseums Waldheim.

INFORMATION:

Aufgrund der aktuellen Situation bezgl. Covid-19, bleibt unser Museum vorerst geschlossen.

Wir begrüßen sie in der "Ständigen Ausstellung zur Geschichte des sächsischen Strafvollzuges" in der Justizvollzugsanstalt Waldheim.

Unser Museum ist das vermutlich kleinste des Freistaates. Es entstand unter Verwendung einer Vielzahl von Dokumenten, Büchern und Originalakten aus mehreren Archiven, einer vor über siebzehn Jahren begonnenen privaten Sammlung sowie ganz gewöhnlicher Gegenstände aus dem Vollzugsalltag.
Gegenwärtig steht unser Museum noch am Anfang seiner Entwicklung. Aus dem Wunsch, in unserer Anstalt eine kleine Ausstellung einzurichten, entwickelte sich im Jahr 1995 eine Konzeption, welche die Geschichte des sächsischen Strafvollzuges in seiner Gesamtheit dokumentieren soll. Die Eröffnung des Museums erfolgte am 9. Oktober 1997.
Am 16.10.2010 wurden 30.000 Besucher seit der Eröffnung begrüßt. Das Museum als Begegnungsstätte für geschichtsinteressierte Besucher unserer Stadt soll auch der Aus- und Fortbildung der Dienstanwärter und des übrigen Personals dienen. Wir wollen mit dazu beitragen, den Strafvollzug für die Öffentlichkeit transparenter zu gestalten, deren Interesse zu wecken und an der Meinungsbildung zur wahren Arbeit im Vollzug mitzuwirken.
Es werden Möglichkeiten zur externen Mitarbeit im Vollzug aufgezeigt. Noch lebt unsere Ausstellung weitgehend von Exponaten des eigenen Hauses, da die Justizvollzugsanstalt Waldheim nicht nur die älteste Einrichtung ihrer Art in Sachsen, sondern in ganz Deutschland ist und wir meinen berechtigt zu sein, gerade ihre Geschichte besonders hervorzuheben.
An der Darstellung der gesamten sächsischen Vollzugsentwicklung wird jedoch zügig gearbeitet. Darüber hinaus gibt es im Sächsischen Staatsarchiv in Leipzig allein über Waldheim einen mit dem Jahre 1716 beginnenden, inzwischen auf 173 (!) m Länge angewachsenen Aktenbestand, der bisher nur unvollständig erschlossen werden konnte. Die Bearbeitung der übrigen Akten sächsischer Anstalten wird noch viele Jahre dauern.
Das Museum ist ein Führungsmuseum, d.h., dass wir die Besucherinnen und Besucher herzlichst darum bitten möchten, vor dem Besuch des Museums eine Terminvereinbarung zu treffen, um sich dann vom jeweiligen Mitarbeiter unserer Arbeitsgruppe durch die Ausstellung führen zu lassen. Neben ganz "normalen" Besuchern erwarten wir in unserem Museum auch Vollzugspraktiker und andere Fachbesucher wie z.B. Vollzugs- und Sozialpädagogen, Psychologen und Juristen, aber auch Schülergruppen (ab dem 9.Schuljahr), deren Interessen zum Teil sehr differenzierte Erläuterungen erfordern.
Wir wünschen eine unterhaltsame, vielleicht auch nachdenkliche Stunde bei einem Streifzug durch die 300jährige Geschichte des sächsischen Strafvollzuges!